Jakob Gruchmann
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Kritiken zu Jakob Gruchmann und seinem Werk

„Für mich gehört er zu den vielversprechendsten Komponisten seiner Generation, wir werden in den nächsten Jahren noch viel von ihm hören.“
Johannes Maria Staud über Jakob Gruchmann – Salzburger Nachrichten, 2021

„I liked how this orchestra was written to the limits of its expressive possibilities, with raw inspiration and risks knowingly taken by the composer with great commitment. I noticed a great virtuosic style of writing, fully aware of the orchestra, an authentic lyrical force and a certain beautiful and fierce radicalism in the subject.“
Pascal Dusapin zu „TEHOM“ von Jakob Gruchmann – Toru Takemitsu Composition Award: Comments for the Final, 2021

„Die Uraufführung von Jakob Gruchmanns Jagd nach dem Glück war ein Triumph für den Salzburger Komponisten.“
Kritik zur SOMA 3 des Mozarteumorchesters – DrehPunktKultur (Christiane Keckeis), 2020

„Mit einem musikalischen Feingefühl und Musikstil, der aufhorchen lässt... Der junge Mann geht einen spannenden Weg zwischen kreativ geformter Tradition und neugieriger Avantgarde-Aneignung, der höchst eigene, expressive und tonal zentrierte, harmonisch fokussierte Energie bewirkt.“
Meininger Tageblatt – Nachrichten aus Südthüringen, 2018

„Gruchmann zählt zu den großen Hoffnungen für Komposition in Europa.“
ORF-Artikel – Österreichischer Rundfunk, 2017

„Wolfgang Rihm, Jahrgang 1952, komponiert seit seinem 13. Lebensjahr Lieder. Wolfgang Amadeus Mozart war sowieso ein Wunderkind. Und Jakob Gruchmann, Jahrgang 1991, ist einer der bemerkenswertesten jungen Komponisten der Salzburger Gegenwart.“
DrehPunktKultur – Die Salzburger Kulturzeitung, 2016

„Gruchmann instrumentiert noch dazu fabelhaft gut und effektvoll. Die klangliche Umsetzung der Plagen über Ägypten und des brennenden Dornbusches sind wahre Lehrbeispiele. Der aufgeputschte Tanz um das Goldene Kalb wird exzessiv zugespitzt, steigert sich bedrohlich in einer clusterähnlichen Explosion. Dazwischen vermag die Stimme Gottes, gesungen vom Knabenchor am Rang, lyrisch zu berühren.“
Kritik zur Uraufführung des Oratoriums „MOSES. A Path to Life“ – DrehPunktKultur (Gottfried Franz Kasparek), 2016

„Gruchmann hat das letzte, erschütternde Trakl-Gedicht mit einer rhythmisch fundierten, direkt ansprechenden, mitunter ‚mahlerisch‘ inspirierten musikalischen Gestik vertont, die berührende Stimmung erzeugt. Der 24jährige Komponist scheint seinen jugendlichen Eklektizismus ebenso gut überwunden zu haben wie er radikalen Avantgarde-Heilslehren widersteht. Da findet einer seinen eigenen Ton, mit dem in Zukunft zu rechnen ist.“
Kritik zur Uraufführung von „Grodek“ – DrehPunktKultur (Gottfried Franz Kasparek), 2014

„Ich bin davon überzeugt, dass Jakob Gruchmann zu den talentiertesten jungen Komponisten in Österreich zählt. Mit einer beeindruckenden Konsequenz geht er den Weg seiner künstlerischen Entwicklung, immer neugierig und interessiert an neuen Möglichkeiten. Als eine seiner herausragenden Stärken würde ich seine Fähigkeit des inneren Hörens bezeichnen. Nur dadurch gelingt es ihm seine Musik klanglich und formal derart klar und schlüssig zu gestalten, fantasievoll poetisch und packend zugleich.“
Ludwig Nussbichler – Aspekte Salzburg Newsletter, 2014

„Der Komponist Jakob Gruchmann konnte die Jury mit seiner seriösen Arbeits- und Herangehensweise und mit seiner eigenen, persönlichen Musiksprache überzeugen, die er aus der traditionellen Musikkultur kommend durch formale, stringente Gestaltung, klangliche Ausformung und Dramaturgie seines Werkes entwickelt. Bereits in so jungen Jahren besticht er durch eigene, unverwechselbare Persönlichkeit.“
Amt der Salzburger Landesregierung – Jurybegründung zum Jahresstipendium für Musik, 2012

„Jakob Gruchmann entwickelt weitab plakativer ‚Programme‘ intensive Bilder der Unruhe, des Innehaltens, des Irrens und Suchens. So scheint etwa die Klarinette im ersten Teil für einen Augenblick ein Innehalten der unruhigen, beunruhigten Motive zu erwirken – und schon scheint im nächsten Moment ein Cluster wie Nebel aufzusteigen. Töne wie Tropfen eröffnen den zweiten Teil, geraten quasi unterschwellig immer stärker in Bewegung. Trotz der immer abgründiger sich gebärdenden Dynamik – inklusive wilder Pfiffe der Flöten – wird kein Gespensterreigen daraus, sondern eine berührend packende Musik der verängstigten Seele. Rondoartig ist der dritte Teil, ein klagendes Lied der Oboe, das wie ein großer Nachgesang verhallt.“
Kritik zur Uraufführung des Ensemblewerkes „Windwanderer“ – DrehPunktKultur (Heidemarie Klabacher), 2012


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